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 Hochzeitstracht aus Pretzfeld Ganz gleich in welcher Region sie getragen wird, eine Tracht ist immer ein Beweis für die Traditionsgebundenheit der Bevölkerung. An zahlreichen Beispielen können Sie sehen, dass Trachten stets auch modischen Einflüssen unterworfen waren und außerdem viel über den gesellschaftlichen Stand der Träger deutlich machten. In der Fränkischen Schweiz zeigte sich der Wohlstand der Leute auch an den Stoffen ihrer Kleider. In der reicheren Gegend um Forchheim konnte man Seidenatlasstoffe, Brokate und aufwendige Stickereien leisten. Im ertragsarmen Norden reichte das Geld meist nur für einfache Baumwollstoffe. Überall betonten die Frauen ihre Hüften, indem sie Unterröcke in mehreren Schichten übereinander zogen und Rock und Mieder strikt trennten.  Hochzeitskrone aus Tüchersfeld Ornamentale Brautkronen waren von der Marienkrone abgeleitet und galten als Symbol für die Jungfräulichkeit ihrer Trägerin. Erst nach der Hochzeit ersetzte die Frau sie durch eine Haube. Im Hummelgau trugen die Männer noch um 1900 die lederne Kniebundhose und den Dreispitz, modische Relikte aus der Zeit des Rokoko. |
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