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 Blick in die Synagoge Entdecken Sie mitten im Museumskomplex einen ganz einzigartigen ‚Schatz‘ - die original erhaltene Synagoge aus dem 18. Jahrhundert. Der einzige Raum ist nach jüdischem Glauben in zwei Bereiche geteilt, einen für Männer und einen wesentlich kleineren für Frauen. Bis zum Tod des letzten Tüchersfelder Juden 1871 bildete die Synagoge den Mittelpunkt der hiesigen jüdischen Landgemeinde. Die Gemeinde gab beim Bau ihr gesamtes Vermögen für die stuckierte Deckenwölbung des Männerbetraums aus. So blieb kaum Geld mehr für die Restausstattung übrig. Das Mittelfenster der Ostwand über dem Thora-Schrein und die Rückenlehnen der Stühle hat man deshalb nur auf die Wände aufgemalt.  Barches-Decke 19. Jhd. Im Männerbetraum sehen Sie auf einem Vorlesepult die Thora-Rolle (fünf Bücher Mose). Sie ist der Mittelpunkt des jüdischen Gottesdienstes und wird im Thora-Schrein (Aron hakodesch) hinter einem reich verzierten Vorhang (Parochet) aufbewahrt. Möchten Sie sich anschaulich über die Stationen des jüdischen Lebens von der Beschneidung bis zum Tod informieren? Im Frauenbetraum sind dazu exemplarisch jüdische Kultgegenstände wie Beschneidungsmesser, Thora-Zeiger, Kiddusch-Kelch, Hochzeitsbecher oder Barches-Decke ausgestellt. |
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