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 Blick in die Schusterei Im Untergeschoss des Winkelbaus können Sie in die Welt des fränkischen Handwerks und Zunftwesens eintauchen. Neben der Landwirtschaft war das Handwerk der zweite Haupterwerbszweig der Landbevölkerung. Machen Sie sich ein Bild davon, wie es früher in den traditionellen Handwerkbetrieben der Fränkischen Schweiz ausgesehen hat. Einige Werkstätten sind hier mit ihrem charakteristischen Inventar "situationsgerecht" aufgebaut: Sie finden eine Büttnerei, eine Seilerei, eine Schusterei und eine Schlosserei. Viele dieser Berufe sind heute vom Aussterben bedroht, die alten Handwerkstechniken hat man fast vergessen. Wussten Sie, dass der Hufschmied eines Dorfes früher auch die Tiere medizinisch versorgen musste, wenn kein Tierarzt in der Nähe war?  Zunfttruhe der Schuhmacher zu Pottenstein Auch auf dem Land organisierten sich die Handwerker seit dem 16. Jahrhundert in speziellen Interessensgemeinschaften, die Zünfte. Deshalb ist die Museumsabteilung Handwerk durch Zeugnisse des fränkischen Zunftwesens vervollständigt. Kaum zu glauben, aber man kann im kleinen Gebiet der Fränkischen Schweiz mehr als 100 Zünfte nachweisen! Kostbarster Besitz einer Zunft war die Zunfttruhe (Lade), wie die der Schuhmacher zu Pottenstein. In ihr wurden die wichtigsten Dokumente wie die Zunftordnung oder Siegel aufbewahrt. Neben ihr können Sie aber auch ein einzigartiges Zunft-Bahrtuch bestaunen. Bei Beerdigungen von Zunftmitgliedern bedeckte man den Sarg mit solchen Bahrtüchern geschmückt mit aufgenähten Metallplatten, den Bahrtuchschildern. |
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